Herkunft, Entstehung
und Körperbau

Typ: Cobby

Ursprungsgebiet: Großbritannien

Ursprungsdatum: 19, jahrhundert

Nationalität: Großbritannien

Offizielle Anerkennung: 1871

Temperament: ruhig, ausgeglichen

 

Die Rasse "British Kurzhaar" oder "British Shorthair" wird seit dem 19. Jahrhundert selektiert. Die Basis für die Zucht bildeten die besten Vertreter der bereits seit Jahrhunderten dort vorhandenen Population . In dieser langen Zeit hatten sich die Katzen perfekt an das dort herrschende Klima angepasst.

So ist die British  Shorthair bereits bei der ersten Londoner Craystal Palace Ausstellung  am 13. März 1871 vertreten. Zunächst werden die einfarbigen Varianten, speziell der Farbe Blue, anerkannt und geschätzt.
Zweifarbige British Shorthair sind weniger verbreitet, daran mag auch der strenge Standart schuld sein, der eine exakte Farbverteilung fordert: Das Weiß darf nur ein Drittel bis in die Hälfte des Körpers bedecken und muss symmetrisch angeordnet sein.

Die Begeisterung für die "Nationalrasse" British Shorthair  klingt im 19. Jahrhundert ab, da sich die Züchter nun für exotische Rassen wie Perser und Siam interessieren.

Auch die beiden Weltkriege werfen die Entwicklung der Rasse und die Population weit zurück. Nach 1945 gibt es nur noch einige wenige Exemplare.

In den fünfziger Jahren werden die British Shorthair mit Persern verpaart, um eine kräftigere Statur zu erzielen und die genetische Vielfalt in den wenigen vorhandenen Blutlinien aufzufrischen.
Daraus resultiert ein insgesamt eher massiger Körperbau, ein dichteres Fell, ein runder Kopf und eine rundlichere Silhouette - kurz eine deutlichere Ausprägung des Cobby- Typ


Der Charakter

der British Kurzhaar

Die Einkreuzung von Persern hat neben dem allgemeinen Erscheinungsbild auch den Charakter dieser Katze erheblich beeinflusst.
Die British ist eine ruhige, anschmiegsame, gesellige und zutrauliche Katze. Sie ist kaum aggressiv und sehr selbstständig, niemals aufdringlich oder vorwitzig. Sie liebt es nicht, gegen ihren Willen liebkost oder herumgetragen zu werden.

Sie kann gut einige Zeit allein bleiben und in einer Wohnung leben. Obwohl sie Bewegungsfreiheit und frische Luft sehr schätzt. Sie passt sich mühelos jedem Klima an. Sie akzeptiert die Gegenwart anderer Katzen und ist Kindern gegenüber nicht aggressiv, aber auch nicht scheu.

Bei den Colourpoint- Farbschlägen ist das Temperament durch die Einkreuzung der Siam etwas aktiver und lautfreudiger, im Vergleich zu den Orientalen aber immer noch ruhig und reserviert.

 

 

 

Standard der 
Britisch Kurzhaar Katze
nach WACC

Typ
kräftig, massiv, gedrungen, gut muskulös, kräftige Knochen, schwache Pfoten müssen als Fehler gewertet werden

 

Nacken:
 kurz, kräftig und gut entwickelt

 

Schultern und Hüften: 
Die Schultern sing gleich breit wie die Hüften, beide breit und stämmig.

 

Rücken: 
stark und kräftig

 

Seiten: 
nicht flach, keine einfallenden Flanken

 

Rumpf: 
robust und gut gebaut

 

Füße:
stämmig, rund, 5 Vorderzehen,
4 Hinterzehen, Zehen fest nebeneinander und gut gebogen.

 

Schwanz: 
kurz, voll, über die ganze Länge mit Ausnahme der Wurzel ( im Körper) nahezu gleich dick und endend mit einem stumpfen Punkt, gut behaart.

 

Kopf: 
breiter, runder und massiger Schädel mit vollen Wangen, rundliche Stirn, Hinterkopf ebenfalls rund , nicht flach.

 

Kinn: 
breit und gut entwickelt, kein schwaches Kinn. Bei der perfekten Katze hat die Mitte des Kinns und des Nasenspiegels in einer geraden vertikalen Linie zu liegen. Die linke und die rechte Seite des Kopfes sind an dieser vertikalen Linie symmetrisch.

 

Kiefer:
 breit und kräftig entwickelt.

 

Eckzähne: 
Wenn beide Eckzähne des Oberkiefers zugleich bei geschlossenem Mund zu sehen sind, muß man das als Fehler werten: Oberbeißer!

Wenn beide Eckzähne des Unterkiefers zugleich bei geschlossenem Mund zu sehen sind, muß ,man das als Fehler werten: Unterbeißer bzw. Vorbiß !

 

Augen: 
groß, brillant, weit voneinander abstehend, gleichförmig, nahezu rund, an der Außenkante des Auges leicht abgeflacht. Mandelförmige Augen sind nicht erlaubt

 

Augenfarbe: 
ist an die Fellfarbe gebunden, entweder orange, grün, blau oder mit zweierlei Augen ( odd eyed)

 

Ohren: 
klein, nicht zu weit geöffnet an der Basis, nicht spitz zulaufend. Die Ohrenbreite und – tiefe sind variabel. Die Ohren müssen harmonisch zum Kopf passen. Je mehr die Ohren an der Außenseite des Kopfes platziert sind desto besser. Haarbüschel aus den Ohren sind erwünscht.

 

Nase: 
gerade, kurz, breit, mit einer leichten Einbuchtung, kein Stop

 

Wangen: 
gut entwickelt, voll, stark und breit.

 

Fell:
kurz, mit dichtem Unterfell und griffig. Seidig oder lang und locker sing Fehler

 

 

 

Punktewertung 
nach WACC- Standard

 

Kopf:

Schnauze und Kinn :  5 Punkte

Schädel             :  5 Punkte

Nase                :  5 Punkte

Nacken             :  5 Punkte

Augenform         :  5 Punkte

 

Körper:

Form und Größe:   : 20 Punkte

Beine und Pfoten   : 10 Punkte

Schwanz             :  5 Punkte

 

Fell:

Textur               : 10 Punkte

Länge und Dichte   : 10 Punkte            

 

Farbe:

Augenfarbe         :   5 Punkte

Fellfarbe            : 15 Punkte

 


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